
39,7 Milliarden Yen und trotzdem nur Platz zwei
Hier ist eine Zahl, die euch kurz den Verstand rauben dürfte: 39.710.774.400 Yen. So viel hat Demon Slayer: Infinity Castle an den japanischen Kinokassen bis zum 2. März 2026 eingespielt – in 228 Tagen mit 27,1 Millionen Kinobesuchern. Der Film geht diesen Frühling offiziell in seine "letzte Runde", bevor er endgültig aus den Kinos verschwindet.
Global betrachtet ist es noch verrückter. Infinity Castle hat in seinem ersten Lauf weltweit über 778 Millionen Dollar eingespielt und ist damit der erfolgreichste Anime-Film aller Zeiten. Er hat in Markt nach Markt Rekorde gebrochen und bewiesen, dass Anime längst keine Nische mehr ist – sondern eine echte Macht an den Kinokassen.
So nah und doch so fern
Aber jetzt kommt der wilde Teil. Trotz all dieser Erfolge konnte Infinity Castle in Japan nicht Mugen Train übertreffen. Der Film von 2020 spielte im Inland über 40 Milliarden Yen ein – ein Rekord, der fast schon dazu bestimmt schien, gebrochen zu werden. Infinity Castle kam mit 39,7 Milliarden schmerzhaft nah heran, beendet seinen Lauf aber knapp unter der Marke. Es ist eine seltsame Art von Niederlage. Der Film, der zum größten Anime-Film der Weltgeschichte wurde, konnte den früheren Eintrag seiner eigenen Franchise auf heimischem Boden nicht übertreffen. Mugen Train hatte den einmaligen Faktor der Pandemie-Erholung auf seiner Seite – die Leute waren verzweifelt darauf, endlich wieder ins Kino zu gehen. Das lässt sich nur schwer wiederholen. Aber mal ehrlich: Der zweithöchste Einspielergebnis in der japanischen Filmgeschichte ist nun wirklich kein Grund zur Enttäuschung.
Sony und Kadokawa haben extra daf\u00fcr ein Unternehmen gegr\u00fcndet
Das Timing könnte nicht besser sein. Genau in dem Moment, in dem Infinity Castle in seine letzte Phase geht, haben Aniplex (Sony) und Kadokawa die Gründung von ANIMEC bekanntgegeben – ein brandneues Unternehmen, das sich ausschließlich dem Verleih und der Vermarktung von Anime-Filmen widmet. Der Name kombiniert "Anime" und "Cinema" und ist ein klares Signal, dass diese beiden Branchenriesen voll auf Kino-Anime setzen.
Was ANIMEC eigentlich macht
Die Idee ist simpel. ANIMEC übernimmt alles von landesweiten Kinopremieren bis hin zu Sondervorführungen von TV-Anime. Es soll eine Brücke zwischen Rechteinhabern, Kinobetreibern und Fans sein und die Reichweite jeder Anime-Veröffentlichung unter seinem Dach maximieren. Für Demon Slayer im Speziellen ist das riesig. Aniplex verwaltet bereits die Produktion und den Vertrieb der Franchise, und mit ANIMEC im Boot sind die verbleibenden zwei Infinity Castle-Filme für einen noch aggressiveren globalen Push positioniert. Wir sprechen von optimierten Release-Strategien, besserer Marketing-Koordination und einem Unternehmen, dessen gesamter Daseinszweck es ist, Anime-Filme größer zu machen. Das kommt auch nicht aus dem Nichts. Sony hat Anfang 2025 einen 10-prozentigen Anteil an Kadokawa erworben und wurde damit zum größten Aktionär. ANIMEC ist der logische nächste Schritt dieser Partnerschaft, und Demon Slayer ist ganz klar die Franchise, um die sie es aufbauen.
Teil 2 kommt dieses Jahr nicht
Machen wir es kurz: Demon Slayer: Infinity Castle Teil 2 kommt nicht 2026. Ufotable hat das in einer aktuellen Werbeübersicht bestätigt, und auch wenn es angesichts des Produktionsaufwands nicht wirklich überraschend ist, tut es trotzdem weh für Fans, die auf eine schnellere Fortsetzung gehofft hatten.
Die gute Nachricht? Infinity Castle kehrt ab dem 6. März 2026 für Sondervorführungen in nordamerikanische und britische Kinos zurück. Wer ihn beim ersten Mal verpasst hat oder Akazas Kampf einfach noch einmal auf der großen Leinwand erleben will – das ist eure Chance.