Sechs Monate nach Release befindet sich Dragon Ball Gekishin Squadra in einer interessanten Lage. Kritiker vergaben beim Launch 81 von 100 Punkten auf Metacritic, was eine solide Wertung für ein kostenloses Live-Service-Spiel ist. Der User Score auf derselben Plattform liegt jedoch bei 6,0 von 10. Diese Lücke zwischen dem, was Kritiker schrieben, und dem, was Spieler tatsächlich erlebten, war eines der prägenden Themen des ersten halben Jahres.
Die wiederkehrenden Beschwerden sind recht einheitlich. Das Matchmaking wird am häufigsten angesprochen. Spieler aller Skill-Level berichten von unausgewogenen Matches, bei denen Neulinge gegen erfahrene Gegner antreten, bevor sie die Ziele und Boss-Mechaniken richtig verstanden haben. Das Tutorial wurde weitgehend dafür kritisiert, das Spielgeschehen nicht ausreichend zu erklären, was bei neuen Spielern einen schlechten ersten Eindruck hinterlässt.
Das Charakterbalancing war ebenfalls ein wiederkehrendes Problem über alle drei Seasons hinweg. Einige Charaktere starteten zu stark und wurden später angepasst, während andere im Hintergrund auf Verbesserungen warteten. Das ist für ein Live-Service-Spiel nicht ungewöhnlich, aber das Tempo und die Konsistenz der Balance-Updates sind entscheidend für langfristige Spielerbindung.
Auch der Content-Creator-Aspekt ist erwähnenswert.
Dragon Ball Legends und Dokkan Battle profitieren von großen YouTube-Ökosystemen, die neue Spieler anziehen und das langfristige Interesse aufrechterhalten. Gekishin Squadra hat dieses Unterstützungsnetzwerk nicht aufgebaut, und die Sichtbarkeit des Spiels außerhalb seiner Kernspielerbasis ist begrenzt geblieben. Nichts davon macht das Spiel zu einem Misserfolg. Die Community ist aktiv, Diskussionen laufen weiter, und genügend Spieler sind dabei, um drei Seasons zu tragen. Aber es gibt eine Decke, die das Spiel noch nicht durchbrochen hat.