
Das einundachtzigste Kapitel von Frieren: Jenseits des Endes der Reise enthüllt die ferne Vergangenheit des Dämons Macht. Denken skizziert ihre gemeinsame Geschichte, bevor die Erzählung in Machts eigene Erinnerungen abgleitet, wo ein mitleidiger Priester erstmals den Zweifel sät, der den Dämon auf die Suche nach Gefühlen treibt, die er nie zu empfinden vermochte.
Von der Hütte des Wächters aus legt Denken seine lange Geschichte mit dem Dämon dar. Macht hatte dem Feudalherren rund achtzig Jahre lang gedient und das Steinarmband der Knechtschaft erst zwanzig Jahre später erhalten, doch dieses Artefakt erklärt keineswegs seine Sanftmut, denn bereits von Beginn an hatte er Herrn Glück ohne jede Verfehlung gehorcht. Frieren weicht Denkens Frage aus, ob sie beim Treffen eine Schwäche ausgemacht habe, und räumt ein, keine wirkliche Chance zum Sieg zu sehen. Stattdessen bietet sie an, bei der Sichtung der Erinnerungen des Dämons mitzuhelfen, die ganze einhundert Jahre zurückreichen und die Denken noch nicht vollständig gelesen hat.
Im vergoldeten Herrenhaus lässt Macht das Gespräch in seinem Inneren Revue passieren. Er hält Frienens Frage für berechtigt und entscheidet, dass ihre Antwort seinen Weg zur Koexistenz bestimmen wird. Er heißt sie willkommen, durch seine Vergangenheit zu wandeln, und lädt sie stillschweigend zu einem Wettstreit ein, den er als Kampf um das Zusammenleben mit den Menschen versteht.
Seine Erinnerung öffnet sich auf eine routinemäßige Ausrottungsaktion, angeordnet vom Dämonenkönig. Ein Dorfpriester, der spürt, dass der Dämon weder Bosheit noch Schuld kennt, nimmt vor seinem Tod Mitleid mit ihm auf. Die Blutspur hinterlässt Macht verstört; ihm wird bewusst, dass er solche Begriffe zwar benennen kann, ihnen jedoch niemals das zugrunde liegende Empfinden entgegensteht. Angst, Wut, Trauer und Blutdurst sind ihm vertraut, doch Bosheit und Schuld bleiben ihm verschlossen, und zum ersten Mal möchte er die Menschen verstehen. Als er auf zwei verwaiste Kinder stößt, befiehlt er ihnen, sich gegenseitig zu töten, und schwört, den Sieger zu schonen. Während er sie beobachtet, gibt er dem neuen Gefühl, das in ihm erwacht, den Namen Zuneigung und beschließt, dass er den Menschen zugetan ist.
Denken und Frieren vereinbaren, die Fülle von Machts Erinnerungen gemeinsam zu analysieren und auszutauschen. In diesen Erinnerungen erlebt der Dämon erstmals eine Regung der Neugier gegenüber den Menschen, nachdem ein Priester Mitleid mit ihm zeigt, und prägt später den Begriff Zuneigung für jene Sympathie, die er entwickelt, während er zwei Kinder zu einem tödlichen Duell zwingt.
Das am 23. März 2022 erschienene Kapitel trägt den Titel Zuneigung und ist im neunten Band des Handlungsstrangs Das Goldene Land enthalten. Es verdeutlicht, dass Machts Folgsamkeit niemals dem Armband zu verdanken war, denn er diente Glück treu zwanzig Jahre lang, bevor es ihm angelegt wurde. Der Rückblick markiert den Ursprung seiner jahrhundertelangen Suche nach dem Verständnis menschlicher Gefühle.

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Kapitel 87 enthüllt, dass Macht dem Lehnsherrn rund achtzig Jahre lang diente und das Steinarmband der Knechtschaft erst zwei Jahrzehnte später erhielt, was beweist, dass dieses Artefakt seine Gehorsamkeit nie erklärt hat.
Während einer routinemäßigen Ausrottungsaktion in Kapitel 87 bemitleidet ein sterbender Dorfpriester Macht dafür, dass er weder Bosheit noch Schuld kennt. Dieses Zusammentreffen verstört den Dämon und lässt ihn zum ersten Mal die Menschen verstehen wollen.
Kapitel 87 stellt fest, dass Macht Angst, Wut, Trauer und Blutdurst erkennen kann, doch Bosheit und Schuld bleiben ihm verschlossen. Er versteht die Wörter, ohne jemals zu spüren, was sie bezeichnen.
Nachdem Macht zwei elternlose Kinder angewiesen hat, bis zum Tod zu kämpfen und ihnen dabei zugeschaut hat, nennt er das neue Gefühl, das sich in ihm regt, Zuneigung und entscheidet, dass er die Menschen liebgewonnen hat. Dieser Moment verleiht Kapitel 87 seinen Titel.
Nein. Kapitel 87 macht deutlich, dass das Steinarmband der Knechtschaft niemals für Machts Nachgiebigkeit verantwortlich ist, denn er gehorchte Herrn Glück treu zwanzig Jahre lang, bevor es ihm überhaupt angelegt wurde.
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